Fritz Schreier:

Ordnungshüter durch und durch

Polizist aus Leidenschaft, aufgewachsen zwischen Weinbergen und dörflicher Idylle, dem schwäbischen Obstler nicht abgeneigt, sind Recht, Ordnung und Gemütlichkeit sozusagen mit in die Wiege gelegt worden.

Regeln und Reglementierung sind seine beiden Leidenschaften. Er ist übereifrig, er treibt es sogar so weit, dass er frühzeitig aus dem Polizeidienst in Degerloch suspendiert werden musste, weil er eines nachts außerhalb des Dienstes beim Bodenschrubben der Wache und dem Reinigen von Tatwaffen erwischt wurde.

Aber Fritz, kein Kind von Traurigkeit, hat sich im Haus seiner Frau Mutter Hilde ausgebreitet und sofort den Keller als Polizeistation ausgebaut.
Es traf sich alles sehr gut, musste Fritz feststellen, denn neben dem großräumigen Keller konnte er die Kochkünste seiner Mutter unbeschwert weiter genießen. Außerdem ist er nach wie vor der Meinung, dass Mutter Hilde den besten Rostbraten von ganz Degerloch macht und dass seine Hemden nach Mutters Waschgang wirklich weiß sind.

Polizeimeister Schreier, nicht faul, hat sich also selbstständig gemacht und ermittelt jetzt auf eigene Faust in Degerloch und Umgebung; sogar zu den schwierigsten Fällen wird er oft zum Tatort gerufen. Dann klebt er routiniert Strafzettel an Fahrräder, führt Alkoholtests an Fußgängern durch und spioniert fremd gehenden Hausfrauen hinterher, um sie bei seinem Zugriff mit ihren schmählichen Taten zu konfrontieren.

Sein besonderes Interesse gilt der Fortentwicklung des Schreier'schen Lügendetektors. Er hat bereits 10 Prototypen entwickelt und sie alle an Horst, dem Nachbarsjungen, erprobt. Der dafür jedesmal einen Apfel bekommt.

Unermüdlich arbeitet er an seiner Trilogie: "Der Täter und Ich", "Verkehr im Verkehr" und "Degerloch - ein Tätermoloch". Sein größter Bewunderer ist Nachbarin Edeltraut Behringer, verwitwet und Intimfreundin von Mutter Hilde Schreier.

Bei allem Eifer als Polizist ist Fritz ein Mensch geblieben, der sich in unseren turbulenten Zeiten abends gern ein Schorle Rot gönnt - in der schwäbischen Mischung 80:20!

 
 
Franziska Traub - Fritz Schreier
 
 
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